Rechnungsprogramm Kleinunternehmer 2026: Die besten Lösungen im Vergleich – und worauf es wirklich ankommt
Du suchst ein Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer, mit dem du professionelle Rechnungen schreiben kannst – ohne Umsatzsteuerfehler, Excel-Chaos oder stundenlange Einarbeitung? Dann solltest du nicht allein auf den monatlichen Preis achten. Ein gutes Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer berücksichtigt die Regelung nach § 19 UStG, unterstützt dich bei der Verwaltung deiner Rechnungen und hilft dir, auch bei neuen Anforderungen wie der E-Rechnung den Überblick zu behalten.

In diesem Ratgeber erfährst du, was ein Rechnungsprogramm Kleinunternehmer im Jahr 2026 leisten sollte, welche kostenlosen und kostenpflichtigen Möglichkeiten es gibt und wie du eine korrekte Kleinunternehmerrechnung erstellst. Außerdem zeigen wir dir, worin sich reine Rechnungstools von umfassender Buchhaltungssoftware unterscheiden und wann eine Lösung wie Kontelio sinnvoll ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Kleinunternehmerregelung 2026: Nach § 19 UStG gelten grundsätzlich die Umsatzgrenzen von 25.000 € im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Kalenderjahr. Für Neugründungen gelten Besonderheiten.
- Keine Umsatzsteuer auf begünstigten Rechnungen: Wer die Kleinunternehmerregelung wirksam nutzt, weist für entsprechende Umsätze keine Umsatzsteuer aus und vermerkt die Steuerbefreiung.
- E-Rechnung: Auch Kleinunternehmer müssen seit 2025 elektronische Rechnungen empfangen können. Für ihre eigenen nach § 19 UStG befreiten Leistungen besteht grundsätzlich keine Verpflichtung zur Ausstellung einer strukturierten E-Rechnung.
- Softwareauswahl: Prüfe Pflichtangaben, Korrekturen, Angebote, Belegverwaltung, E-Rechnungsempfang, Datensicherung, Preise und den möglichen Wechsel zur Regelbesteuerung.
- Kontelio: Wer Rechnungsstellung und Buchhaltung möglichst einfach in einer mehrsprachigen Anwendung verwalten möchte, kann Kontelio 30 Tage kostenlos testen.
Was ist ein Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer?
Ein Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer ist eine Software, mit der Selbstständige und kleine Unternehmen Rechnungen erstellen, versenden, wiederfinden und verwalten können. Anders als eine allgemeine Word- oder Excel-Vorlage übernimmt es wiederkehrende Aufgaben: Kundendaten einsetzen, Beträge berechnen, Rechnungen nummerieren, Belege zuordnen und die Dokumentation erleichtern.
Besonders wichtig ist die korrekte Behandlung der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Eine normale Rechnung mit 19 % Umsatzsteuer einfach durch „0 %“ zu ersetzen, reicht nicht aus: Der Beleg muss zum tatsächlich vorliegenden Steuerfall passen und einen Hinweis auf die Steuerbefreiung enthalten.
Ein einfaches Rechnungstool kann genügen, wenn du wenige Rechnungen erstellst. Wer zusätzlich Einnahmen, Ausgaben und Belege erfassen sowie eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) vorbereiten möchte, profitiert häufig von einer integrierten Buchhaltungslösung.
Für wen lohnt sich ein Rechnungsprogramm?
Typische Beispiele sind Freelancer, Designerinnen, Übersetzer, Handwerker, Beraterinnen, kleine Onlineshops oder Selbstständige im Nebengewerbe. Wichtig: Kleinunternehmer beschreibt hier einen umsatzsteuerlichen Status, keine eigene Rechtsform. Auch ein Freiberufler oder Einzelunternehmer kann unter bestimmten Voraussetzungen die Kleinunternehmerregelung nutzen.
Rechnungsprogramm Kleinunternehmer: Die wichtigsten Funktionen im Überblick
| Funktion | Warum sie wichtig ist | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| Kleinunternehmermodus | Rechnungen ohne gesonderten Umsatzsteuerausweis | Passender Hinweis nach § 19 UStG |
| Rechnungsdaten | Einheitliche und nachvollziehbare Belege | Stammdaten, Kunden, Leistungsbeschreibung, Betrag |
| Nummerierung | Erleichtert Organisation und eindeutige Zuordnung | Eindeutige Belegreferenzen und nachvollziehbare Änderungen |
| Rechnungskorrektur | Fehler können später auftreten | Dokumentierte Korrektur statt spurloser Überschreibung |
| PDF-Rechnung | Praktisch für den normalen Versand | Gut lesbares, professionelles Layout |
| E-Rechnung-Empfang | Seit 2025 auch für Kleinunternehmer relevant | Strukturierte Formate empfangen und lesen können |
| XRechnung / ZUGFeRD | Nützlich bei B2B- und öffentlichen Aufträgen | Genaue Unterstützung je Tarif prüfen |
| Belegverwaltung | Ausgaben und Nachweise zentral sammeln | Aufbewahrung, Export, Prüfpfad |
| EÜR-Unterstützung | Gewinne und Ausgaben aufbereiten | Nicht mit einer automatischen Steuerberatung verwechseln |
| Datenexport | Erleichtert Softwarewechsel und Zusammenarbeit | Geeignete Exportformate vor Vertragsabschluss prüfen |
| Mehrsprachigkeit | Erleichtert die Bedienung in der bevorzugten Sprache | Auch Erklärungen und steuerliche Begriffe verständlich? |
Tipp: Ein günstiges Rechnungsprogramm ist nicht automatisch die günstigste Gesamtlösung. Wenn du zusätzlich eine Beleg-App, eine Buchhaltungssoftware und eine weitere Anwendung für Steuererklärungen benötigst, steigen Kosten und Aufwand.
Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer im Vergleich: Welche Anbieter gibt es 2026?
Der deutsche Markt bietet mehrere etablierte Optionen. Die folgende Übersicht ist eine Orientierung nach Produktschwerpunkt, kein unabhängiger Praxistest. Funktionen, Gratislimits und Preise können sich kurzfristig ändern und hängen vom gewählten Tarif ab.
| Programm | Typischer Schwerpunkt | Interessant für | Vor der Entscheidung prüfen |
|---|---|---|---|
| Kontelio | Rechnungen, Belege und Buchhaltung in einer mehrsprachigen Oberfläche | Selbstständige, die einfache Workflows und mehrere Sprachen wünschen | Passenden Tarif und benötigte Steuerfunktionen |
| Lexware Office | Rechnungsstellung mit ausbaubarer Buchhaltung | Selbstständige mit breiterem Verwaltungsbedarf | Funktionsumfang des konkreten Tarifs |
| sevdesk | Rechnungen, E-Rechnungen und Buchhaltungsfunktionen | Selbstständige mit wachsenden Prozessen | Rechnungs- und Beleglimits, Buchhaltungsumfang |
| FastBill | Rechnungserstellung und Rechnungsmanagement | Dienstleister mit Fokus auf Fakturierung | Schnittstellen und Steuerfunktionen |
| Papierkram | Rechnungen, Buchhaltung, Zeit- und Projekterfassung | Projektbasierte Selbstständige | Grenzen zwischen Basis- und Bezahlfunktionen |
| Accountable | Freelancer-orientierte Rechnungen und Steuerthemen | Selbstständige, die Steuerprozesse mitdenken wollen | Verfügbare Erklärungen und Funktionen je Abo |
| Zervant | Niedrigschwellige Rechnungserstellung | Kleinunternehmer mit einfachem Rechnungsbedarf | Gratisgrenzen und Zusatzfunktionen |
Kontelio: Wenn Rechnungen und Buchhaltung zusammengehören sollen
Mit Kontelio kannst du Rechnungen, Belege und Buchhaltungsaufgaben an einem Ort organisieren. Die Anwendung richtet sich unter anderem an Freelancer und kleinere Unternehmen in Deutschland und legt Wert auf eine verständliche, mehrsprachige Bedienung. Gerade wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist, können verständliche Menüs und Erklärungen den Einstieg erleichtern.
Statt nur die nächste PDF-Rechnung zu erzeugen, lohnt es sich, den gesamten Ablauf zu betrachten: Rechnung erstellen, Zahlung erfassen, Ausgabe dokumentieren und die Daten für steuerliche Auswertungen aufbereiten. Mehr zu den Möglichkeiten findest du unter Funktionen von Kontelio, Rechnungen und mehrsprachiger Buchhaltung.
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Lexware Office und sevdesk: Etablierte Allround-Lösungen
Lexware Office und sevdesk sind bekannte Anbieter, die sowohl die Rechnungserstellung als auch weitergehende Verwaltungs- und Buchhaltungsaufgaben abdecken. Sie sind besonders einen Blick wert, wenn du zahlreiche Rechnungen, verschiedene Prozesse oder die Zusammenarbeit mit einer Steuerkanzlei planst. Vergleiche jedoch die konkreten Tarife: Nicht jede Funktion ist automatisch im günstigsten Paket enthalten.
FastBill, Papierkram, Accountable und Zervant: Unterschiedliche Stärken
FastBill fokussiert sich auf digitale Rechnungsprozesse. Papierkram ist vor allem dann interessant, wenn Projekt- und Zeiterfassung eine Rolle spielen. Accountable richtet sich stark an Selbstständige mit steuerlichen Aufgaben. Zervant ist eine mögliche Einstiegsoption für die einfache Rechnungsstellung. Welche Lösung zu dir passt, hängt daher weniger vom Namen als von deinem tatsächlichen Arbeitsablauf ab.
Prüffrage vor dem Kauf: Benötigst du lediglich drei Rechnungen im Monat, oder möchtest du langfristig auch Belege, Zahlungen, EÜR und den Übergang zur Regelbesteuerung abbilden?
Rechnungsprogramm Kleinunternehmer kostenlos: Reicht ein Gratis-Tarif?
Ein kostenloses Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer kann sinnvoll sein, wenn du gerade erst startest, nur wenige Kunden hast oder Rechnungen zunächst digital statt in Word schreiben möchtest.
Allerdings bedeutet „kostenlos“ je nach Anbieter etwas anderes: ein dauerhaft kostenloser Tarif, eine begrenzte Zahl von Rechnungen, eingeschränkte Funktionen oder lediglich eine Testphase. Achte deshalb auf diese Fragen:
- Wie viele Rechnungen darf ich pro Monat oder Jahr erstellen?
- Sind eigene Logos, Kundenverwaltung und PDF-Export enthalten?
- Können Rechnungen korrigiert und Zahlungen nachverfolgt werden?
- Ist der Empfang beziehungsweise die Verarbeitung von E-Rechnungen abgedeckt?
- Was kostet das Upgrade, wenn mein Unternehmen wächst?
- Kann ich meine Daten beim Anbieterwechsel vollständig exportieren?
Kostenlos ist nicht dasselbe wie 30 Tage kostenlos testen. Bei Kontelio kannst du den Funktionsumfang über die 30-tägige Testphase kennenlernen, bevor du entscheidest, ob die Lösung zu deiner Arbeitsweise passt.
Kleinunternehmerregelung 2026: 25.000 € und 100.000 € richtig verstehen
Wer nach einem Rechnungsprogramm Kleinunternehmer sucht, sollte die steuerlichen Grundlagen kennen. Seit dem 1. Januar 2025 gelten nach § 19 UStG neue Umsatzgrenzen:
| Grenze | Gesetzliche Bedeutung |
|---|---|
| 25.000 € | Der maßgebliche Gesamtumsatz des vorangegangenen Kalenderjahres darf diese Grenze nicht überschreiten. |
| 100.000 € | Der maßgebliche Gesamtumsatz darf im laufenden Kalenderjahr diese Grenze nicht überschreiten. |
Wichtig: Wird die 100.000-€-Grenze im laufenden Jahr überschritten, fällt bereits der Umsatz, mit dem die Grenze überschritten wird, grundsätzlich unter die Regelbesteuerung. Die Kleinunternehmerregelung endet also nicht zwingend erst zum nächsten Jahreswechsel. Für das Jahr der Tätigkeitsaufnahme und für grenzüberschreitende Sachverhalte können zusätzliche Besonderheiten gelten.
Beispiel: Du hattest im Vorjahr einen maßgeblichen Gesamtumsatz von 18.000 €. Im laufenden Jahr hast du bisher 90.000 € erzielt. Mit einer weiteren, vollständig vereinnahmten Leistung über 15.000 € überschreitest du die Grenze von 100.000 €. Dieser grenzüberschreitende Umsatz muss steuerlich gesondert beurteilt werden und ist grundsätzlich nicht mehr nach § 19 Abs. 1 UStG steuerfrei.
Ein gutes Rechnungs- und Buchhaltungssystem sollte dir helfen, deine Umsätze im Blick zu behalten. Es ersetzt aber nicht die Prüfung, welche Umsätze im Einzelfall zum maßgeblichen Gesamtumsatz zählen.
Amtliche Grundlagen: § 19 UStG und BMF-Schreiben zur Kleinunternehmerregelung.
Kleinunternehmer-Rechnung erstellen: Welche Pflichtangaben gelten 2026?
Seit 2025 enthält § 34a UStDV besondere Mindestangaben für Rechnungen über nach § 19 Abs. 1 UStG steuerfreie Umsätze. Auf eine solche Rechnung gehören insbesondere:
- Vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmens und des Rechnungsempfängers.
- Steuernummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder – soweit vorhanden und einschlägig – Kleinunternehmer-Identifikationsnummer.
- Ausstellungsdatum der Rechnung.
- Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder Umfang und Art der erbrachten Dienstleistung.
- Gesamtes Entgelt und ein Hinweis auf die Steuerbefreiung für Kleinunternehmer nach § 19 UStG.
- Bei einer Abrechnung per Gutschrift der hierfür vorgeschriebene Begriff „Gutschrift“.
Bei bestimmten Rechnungen gelten weitere oder vereinfachte Regelungen. Angaben wie eine eindeutige Rechnungsnummer, Zahlungsfrist, Bankverbindung und Leistungsdatum sind zudem praktisch empfehlenswert, auch wenn sie nicht sämtlich zu den besonderen Mindestangaben nach § 34a UStDV gehören.
Welcher Hinweis gehört auf eine Kleinunternehmerrechnung?
Ein verständlicher Hinweis lautet beispielsweise:
„Steuerfrei aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG.“
Für steuerfreie Umsätze nach § 19 UStG darfst du keine Umsatzsteuer gesondert ausweisen. Du solltest daher nicht einfach 19 % Umsatzsteuer berechnen und anschließend erklären, dass du Kleinunternehmer bist.
Beispiel: Rechnung eines Kleinunternehmers
| Angabe | Beispiel |
|---|---|
| Absender | Muster Designstudio, Musterstraße 12, 10115 Berlin |
| Steuernummer | 12/345/67890 (fiktiv) |
| Empfänger | Beispielkunde GmbH, Beispielweg 5, 20095 Hamburg |
| Rechnung Nr. | 2026-0042 |
| Rechnungsdatum | 18.10.2026 |
| Leistung | Gestaltung eines Firmenlogos |
| Leistungsdatum | 15.10.2026 |
| Position | 1 × Logogestaltung: 450,00 € |
| Gesamtbetrag | 450,00 € |
| Steuerhinweis | Steuerfrei aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG. |
| Zahlung | Zahlbar innerhalb von 14 Tagen. IBAN: DE00 0000 0000 0000 0000 00 (Muster) |
Das Beispiel ist fiktiv und zeigt einen typischen inländischen, nach § 19 UStG steuerfreien Umsatz. Bei Auslandsgeschäften, Gutschriften und Sonderfällen können weitere Anforderungen gelten.
E-Rechnung für Kleinunternehmer 2026: Pflicht oder freiwillig?
Bei der Auswahl eines Rechnungsprogramms für Kleinunternehmer ist die E-Rechnung ein besonders wichtiges Thema. Seit 2025 gelten neue Regeln in Deutschland – aber Empfang und Ausstellung sind nicht dasselbe.
Müssen Kleinunternehmer E-Rechnungen empfangen können?
Ja. Auch Kleinunternehmer müssen seit dem 1. Januar 2025 in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen. Laut Bundesfinanzministerium reicht dazu grundsätzlich bereits ein E-Mail-Postfach. Für die praktische Arbeit ist jedoch eine Software hilfreich, mit der sich strukturierte Rechnungen lesen, prüfen und ablegen lassen.
Müssen Kleinunternehmer 2026 XRechnungen ausstellen?
Grundsätzlich nein, soweit es um nach § 19 Abs. 1 UStG steuerfreie Leistungen geht. Für solche Umsätze sieht § 34a UStDV eine Ausnahme von der Pflicht zur Ausstellung einer strukturierten E-Rechnung vor. Eine sonstige Rechnung, etwa als PDF, bleibt möglich. Das unterscheidet Kleinunternehmer von vielen regelbesteuerten Unternehmen, für die nach den Übergangsfristen ab 2027 beziehungsweise 2028 weitergehende Ausstellungspflichten greifen.
Achtung: Bei öffentlichen Auftraggebern, vertraglich vereinbarten Rechnungsformaten oder besonderen Sachverhalten können zusätzliche Vorgaben gelten. Wer künftig zur Regelbesteuerung wechselt, sollte die E-Rechnungsfähigkeit frühzeitig prüfen.
Was ist der Unterschied zwischen XRechnung, ZUGFeRD und PDF?
| Format | Beschreibung | E-Rechnung im gesetzlichen Sinn? |
|---|---|---|
| Einfaches PDF | Lesbares Dokument ohne strukturierten Rechnungsdatensatz | Nein |
| XRechnung | Strukturiertes XML-Rechnungsformat | Ja, bei normgerechter Umsetzung |
| ZUGFeRD | PDF mit eingebettetem strukturiertem XML | Ja, bei geeignetem, normgerechtem Profil |
Ein digitales Dokument ist also nicht automatisch eine E-Rechnung. Entscheidend ist, ob die erforderlichen strukturierten Daten elektronisch verarbeitet werden können.
Mehr dazu: E-Rechnung mit Kontelio und FAQ des Bundesfinanzministeriums zur E-Rechnung.
Rechnungsprogramm oder Buchhaltungssoftware: Was brauchen Kleinunternehmer wirklich?
Ein reines Rechnungsprogramm erstellt und organisiert Ausgangsrechnungen. Eine umfassendere Buchhaltungssoftware kann zusätzlich Ausgaben, Eingangsbelege, Zahlungen und steuerliche Auswertungen unterstützen.
Wenn du nur Rechnungen schreibst
Hast du wenige Kunden, nur gelegentliche Ausgaben und keine komplexen Vorgänge, ist eine schlanke Rechnungssoftware oft ausreichend. Entscheidend sind dann die korrekte Rechnungserstellung, nachvollziehbare Belege und ein zuverlässig nutzbarer Export.
Wenn du auch deine Buchhaltung erledigen möchtest
Möchtest du Belege digital sammeln, Einnahmen und Ausgaben zuordnen, deine Entwicklung beobachten und dich auf die jährliche EÜR vorbereiten, ist eine integrierte Lösung sinnvoll. Kleinunternehmer sind nicht automatisch von der Einkommensteuer oder von der Gewinnermittlung befreit. Auch die Einordnung von Betriebsausgaben und möglichen Umsatzsteuer-Sonderfällen bleibt relevant.
Erfahre mehr über EÜR für Selbstständige und die ELSTER-Unterstützung von Kontelio. Welche Erklärungen du tatsächlich abgeben musst, hängt von deiner individuellen steuerlichen Situation ab.
So findest du das passende Rechnungsprogramm Kleinunternehmer – in 7 Schritten
- Zähle deine Rechnungen: Drei Rechnungen monatlich erfordern eine andere Lösung als 100.
- Prüfe deinen Steuerstatus: Kleinunternehmer, Regelbesteuerung und Sonderfälle müssen korrekt behandelt werden.
- Teste eine echte Rechnung: Erstelle eine Musterrechnung mit deinen Kundendaten und prüfe Layout, Pflichtangaben und Steuerhinweis.
- Kontrolliere die E-Rechnung-Funktionen: Kann das Programm eingehende XRechnungen beziehungsweise ZUGFeRD-Dateien verarbeiten?
- Denke an die Buchhaltung: Brauchst du Belegerfassung, Einnahmen-/Ausgabenübersichten oder Unterstützung für die EÜR?
- Vergleiche Gesamtkosten: Beachte Tarifgrenzen, Zusatzfunktionen, Laufzeit, Datenexport und möglichen Wechsel.
- Nutze eine Testphase: Probiere die Software mit realistischen Beispielen aus, bevor du dich entscheidest.
Unser Tipp: Wenn du dein Geschäft in Deutschland betreibst, aber deine Buchhaltung lieber in deiner Muttersprache verstehst, prüfe ausdrücklich die Mehrsprachigkeit – nicht nur die Sprache der Rechnungen, sondern auch die Benutzeroberfläche.
Fünf häufige Fehler bei Kleinunternehmerrechnungen
Fehler 1: Umsatzsteuer ausweisen, obwohl die Leistung nach § 19 UStG steuerfrei ist. Ein unzutreffender Steuerausweis kann steuerliche Folgen haben. Nutze den richtigen Kleinunternehmermodus.
Fehler 2: Den Steuerbefreiungshinweis vergessen. Die Rechnung sollte erkennbar machen, weshalb keine Umsatzsteuer berechnet wird.
Fehler 3: Eine PDF-Datei automatisch als E-Rechnung betrachten. Ein normales PDF ist keine strukturierte E-Rechnung im Sinne der seit 2025 geltenden Definition.
Fehler 4: Die Umsatzgrenze erst am Jahresende prüfen. Das Überschreiten der laufenden 100.000-€-Grenze kann sofortige Konsequenzen für die betreffende Leistung und spätere Rechnungen haben.
Fehler 5: Eine Rechnung nachträglich kommentarlos überschreiben. Korrekturen sollten nachvollziehbar dokumentiert werden. Achte bei der Software auf passende Korrekturprozesse und revisionssichere Aufbewahrung.
Fazit: Das richtige Rechnungsprogramm Kleinunternehmer spart mehr als nur Zeit
Ein gutes Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer sollte nicht bloß hübsche PDF-Dateien erzeugen. Es muss zu deinen Rechnungsabläufen passen, die Kleinunternehmerregelung korrekt berücksichtigen und deine Unterlagen ordentlich organisierbar machen. Im Jahr 2026 gehören zudem der E-Rechnung-Empfang, die Frage nach späteren Wachstumsphasen und ein nachvollziehbarer Umgang mit Rechnungsdaten auf deine Checkliste.
Wenn du Rechnungen und Buchhaltung möglichst verständlich an einem Ort erledigen möchtest – und dir eine mehrsprachige Anwendung wichtig ist –, schau dir Kontelio an.
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Stand: 18. Oktober 2026. Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Softwarefunktionen und Preise der genannten Anbieter sollten vor dem Abschluss anhand aktueller Anbieterangaben geprüft werden.
Häufige Fragen
Welches Rechnungsprogramm ist für Kleinunternehmer am besten?
Das beste Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer hängt von deinem Arbeitsablauf ab. Für einfache Rechnungen genügt eventuell ein Basis-Tool. Wenn du auch Belege, Einnahmen und Ausgaben oder steuerliche Prozesse verwalten möchtest, kann integrierte Buchhaltungssoftware sinnvoller sein. Kontelio ist eine Option für Selbstständige, die diese Aufgaben in einer mehrsprachigen Oberfläche zusammenführen möchten.
Gibt es ein kostenloses Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer?
Ja, einzelne Anbieter bieten kostenlose Tarife an. Häufig sind die Anzahl der Rechnungen, Funktionen oder Automatisierungen begrenzt. Vergleiche dauerhaft kostenlose Angebote mit zeitlich begrenzten Testphasen. Kontelio bietet eine 30-tägige kostenlose Testphase ohne Kreditkarte.
Muss ich als Kleinunternehmer Umsatzsteuer auf Rechnungen ausweisen?
Bei Umsätzen, die nach § 19 Abs. 1 UStG steuerfrei sind, weist du keine Umsatzsteuer gesondert aus. Ein Hinweis auf die Steuerbefreiung gehört auf die Rechnung. Bestimmte grenzüberschreitende oder andere steuerliche Sachverhalte müssen gesondert geprüft werden.
Welche Umsatzgrenzen gelten 2026 für Kleinunternehmer?
Grundsätzlich darf der maßgebliche Gesamtumsatz des Vorjahres 25.000 € und der des laufenden Kalenderjahres 100.000 € nicht überschreiten. Für Gründungsjahre und Sonderfälle gelten Besonderheiten. Beim Überschreiten der laufenden Grenze kann bereits der grenzüberschreitende Umsatz regelbesteuert sein.
Müssen Kleinunternehmer 2026 E-Rechnungen erstellen?
Für ihre nach § 19 Abs. 1 UStG steuerfreien Leistungen sind Kleinunternehmer grundsätzlich von der Pflicht zur Ausstellung einer strukturierten E-Rechnung ausgenommen. Sie müssen jedoch seit 2025 E-Rechnungen empfangen können. Andere Vorgaben, etwa bei öffentlichen Aufträgen, sind separat zu prüfen.
Kann ich eine Kleinunternehmerrechnung als PDF verschicken?
Ja, für nach § 19 Abs. 1 UStG steuerfreie Leistungen kann weiterhin eine sonstige Rechnung ausgestellt werden, zum Beispiel als PDF. Bei einem elektronischen PDF-Versand sind auch die einschlägigen Zustimmungs- und Vertragsbedingungen zu beachten.
Brauche ich für Kleinunternehmerrechnungen eine Rechnungsnummer?
Eine fortlaufende Rechnungsnummer gehört nicht zu den besonderen Mindestangaben des § 34a UStDV für die dort geregelten Umsätze. Eine eindeutige Nummerierung ist dennoch sehr empfehlenswert und vereinfacht Ablage, Rückfragen und Buchhaltung. Andere Rechnungstypen können weiteren Vorschriften unterliegen.
Muss ich als Kleinunternehmer eine EÜR erstellen?
Viele Einzelunternehmer und Freiberufler ermitteln ihren Gewinn durch eine Einnahmenüberschussrechnung, sofern sie nicht zur Bilanzierung verpflichtet sind. Die Kleinunternehmerregelung allein entscheidet nicht darüber, wie die Gewinnermittlung erfolgt.
Kann ich später vom Kleinunternehmermodus zur Regelbesteuerung wechseln?
Ja. Ein solcher Wechsel kann wegen Umsatzgrenzen oder durch einen wirksamen Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung erfolgen. Ein freiwilliger Verzicht bindet grundsätzlich mindestens fünf Kalenderjahre. Die Umstellung sollte sorgfältig geplant werden, damit neue Rechnungen steuerlich korrekt erstellt werden.
Welches Rechnungsprogramm ist für Kleinunternehmer ohne gute Deutschkenntnisse geeignet?
Ein Programm mit mehrsprachiger Benutzeroberfläche und verständlichen Erklärungen kann gerade bei steuerlichen Fachbegriffen helfen. Kontelio unterstützt mehrere Sprachen und richtet sich unter anderem an international tätige Selbstständige in Deutschland.
Mehr über die passende Kontelio-Funktion: Rechnungen
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Stand: Oktober 2026. Allgemeine Informationen, keine Steuerberatung.